„Bitte nicht stören“ – So klappt’s mit der Konzentration am Arbeitsplatz

Anrufe, E-Mails, Plaudereien: ungestörtes Arbeiten wird für immer mehr zu einem Wunschtraum. Die ständige Erreichbarkeit und der permanente Konsum von Wissen beeinflusst die Aufmerksamkeit vieler Menschen stark. Multitasking und Essen am Arbeitsplatz gehören häufig zum Büroalltag. Die Folge: Produktivität und Ergebnisse leiden unter dem ständigen Bedürfnis, alles machen zu wollen. Mit ein paar einfachen Tricks ist der Informationsflut entgegenzuwirken. Arbeit und Umfeld werden es Ihnen danken.

Als allererstes gilt: Finden Sie Ihre Zeitfresser. Checken Sie alle fünf Minuten Ihren E-Mail Ordner, aus Angst eine wichtige Nachricht zu verpassen? Surfen Sie im Internet und lenken sich mit Social Media ab? Oder riskieren Sie minütlich einen Blick auf Ihr Smartphone, um in allen What’s App Gruppen up-to-date zu sein? Mit dem Wissen über Ihre größten Störfaktoren können Sie alles daransetzen, Ihren Arbeitstag produktiver und stressfreier zu gestalten. Richtig: Dies ist kein Widerspruch.

Clean Desktop – Clean Mind

Digital abschalten muss nicht gleich heißen, den Stecker zu ziehen. Deaktivieren Sie lieber die E-Mail Vorschaufunktion an Desktop und Smartphone, um nicht jedes Mal bei der Ankunft einer neuen Nachricht aus dem Work-Flow gerissen zu werden. Halten Sie außerdem Ihren Desktop möglichst „nackt“ – das heißt: minimieren Sie den digitalen Abfall. Keiner braucht „Uralt-Dokumente“ und Programme, die noch nie geöffnet wurden auf seinem Start Bildschirm.

Das Telefon ist zwar auf lautlos, aber Sie checken trotzdem dauernd nach neuen Nachrichten und entgangenen Anrufen? Dann wird es höchste Zeit, die „Bitte nicht stören“ Funktion zu aktivieren. Funktioniert so: Anrufe, Mitteilungen und Erinnerungen werden auf stumm geschalten. Sie können eine Zeitspanne festlegen und Anrufe von bestimmten Personen zulassen. Ideal, wenn der Chef anruft!

Simplify Your Life

Alle digitalen und elektronischen Störfaktoren sind aus dem Weg? Leider können Sie ihre Kollegen und ihren Vorgesetzten nicht mithilfe einer Taste auf Stumm schalten. Und das müssen Sie auch nicht! Signalisieren Sie höflich, aber bestimmt, dass Sie nicht gestört werden wollen. Bunte Fähnchen oder ein nettes Schild an der Tür erfüllen ihren Zweck und sorgen für eine entspanntere Arbeitsatmosphäre. Besprechen Sie mögliche Zeiten für ungestörtes Arbeiten unbedingt mit Ihrem Chef und Ihren Kollegen.

Achten Sie außerdem auf einen minimalistischen und aufgeräumten Schreibtisch. Klar, Post It’s sind super. Wenn sie aber überall sind, erinnern sie nur daran, was noch alles zu tun ist. Da ist mentale Unruhe programmiert. Eine bessere Lösung: Machen Sie sich während dem Erledigen einer Aufgabe auf einem separaten Blatt Notizen zu allem, was Ihnen im Kopf herumschwirrt. Dabei wird das Gedächtnis, auch interner Arbeitsspeicher genannt, entlastet und die Konzentration für eigentliche Arbeit steigt.

Um dem Work-Flow einen Extra-Kick zu geben, greifen viele Mitarbeiter in stressigen Phasen zu Musik. Als wirksames Mittel gegen die Geräuschkulisse schaltet sie die Umwelt effektiv aus und sorgt für Stimmung. Während jeder andere Präferenzen hat sollte die Musik jedoch weder zu schnell, aggressiv noch zu ruhig sein. Monotone Hintergrundgeräusche wie Meeres- oder Blätterrauschen, Wind- oder Gewittergeräusche beruhigen und sorgen für mehr Konzentration. Wer es ruhig mag, dem seien spezielle Noise-Cancelling Kopfhörer oder ganz klassisch Ohropax empfohlen.


Bildmaterial © Pixabay

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