Regionale Bio-Produkte aus Hallbergmoos

Hallbergmooser Urgestein: Der Fischbeck-Hof in Goldach

Startseite » Hallbergmooser Urgestein: Der Fischbeck-Hof in Goldach

Am Rande des Zenger Moos, in der Zengerstraße 16, steht in ländlicher Alleinlage der Fischbeck-Hof. Seit 1889 befindet sich der landwirtschaftliche Betrieb hier nun in der fünften Generation im Familienbesitz der Fischbecks und blickt auf eine lange Tradition zurück: Vom Vieh- zum Gemüsehändler, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen aus dem ländlichen und dem urbanen Raum miteinander zu verbinden.

Unter der Regie von Josef und Rosmarie Fischbeck leben und arbeiten aktuell drei Generationen unter einem Dach. Beim Bewirtschaften helfen die beiden Söhne Thomas und Christian. Das ist wichtig, denn von Montag bis Samstag herrscht im Hofladen fast durchgehend Betrieb. Fünf Tage in der Woche bietet die Familie eine große Vielfalt an regionalen Produkten an – fast alle aus eigenem Anbau.

Eine starke Familie mit langer Tradition (v.l.n.r.:): Rosmarie, Thomas, Josef und Christian Fischbeck.

Zu diesen gehören neben diversen Kohl- und Salatsorten vor allem Kartoffeln, Sellerie, Kraut, Brokkoli, Porree, rote Beete, Gemüsezwiebeln, Karotten, Radieschen und die bayrische Spezialität Radi. „Aber neben unserem Gemüse bieten wir auch Eier, Honig, Nudeln, Brotaufstriche und Marmeladen von regionalen Bauern an“, betont der gelernte Gärtner Thomas Fischbeck.

Salate, Gurken, Zucchini und Paprika: Eine kleine Auswahl der großen Vielfalt vom Fischbeck-Hof.

Im Laden ist dementsprechend einiges los bei den Fischbecks. Doch die eigentliche Attraktion hier ist die Hofkatze Lilli. Mit ihrem Charme verführt sie jeden Kunden und stiehlt dem Gemüse die Show. „Lilli lässt sich von fast jedem Kunden streicheln. Sie genießt das einfach. Kunden, die in den Laden eintreten, gehen zuerst zum Katzenkorb von Lilli. Erst danach wird eingekauft“, erzählt Katzenliebhaberin und Chefin Rosmarie Fischbeck. Die Familie hat die Katze mit der Flasche großgezogen. Und sie dankt es mit Anhänglichkeit und viel Liebe.

Lilli findet man zwar nur im Laden, die Fischbecks dafür aber zusätzlich auf Wochenmärkten in der Umgebung. Die beiden Söhne, die den Beruf des Gärtners mit Zertifikat zum Gemüseanbau erlernt haben sorgen dafür. Jeden Dienstag bauen sie in München einen Marktstand auf. An Samstagen dagegen sind sie in Garching. „An beiden Standorten haben wir viele Stammkunden, die unser Angebot schätzen“, erklären Christian und Thomas Fischbeck. Und für Kunden, die besondere Wünsche haben, gibt es eine Lösung bei den Fischbecks: per E-Mail können diese ihr Gemüse zu den Markttagen vorbestellen.

Viel zu tun gibt es nicht nur auf dem Markt, sondern auch auf dem Hof: von Montag bis Samstag bestellt die Familie rund 80 Hektar Land. Aussäen, pflegen und ernten. So lauten die Aufgaben. Hinzu kommt der tägliche Verkauf im Hofladen, der seine Türen nur mittwochs schließt. Der Arbeitstag der Familie beginnt bereits um 4 Uhr morgens und endet oft erst um 21 Uhr. Freizeit und Urlaub sind da eine Rarität. Nur in den Wintermonaten gönnen sich die Fischbecks einen kurzen, einwöchigen Urlaub.

Die Arbeit auf dem Fischbeck-Hof ist aber nicht nur anstrengend, sondern auch traditionsreich: Ur-Urahn Jakob Flierl hat den Hof 1889 im Zenger Moos gebaut. Der Sohn Josef Flierl hat ihn weitergeführt – mit dem Schwerpunkt der Viehhaltung. Auf den eigenen Feldern hat man Kartoffeln, Karotten und verschiedene Krautsorten angebaut. Gemüsesorten, die typisch sind für die moorigen Moosböden.

1960 heiratet die Tochter Esther-Maria den Landwirt Josef Fischbeck (Senior). Die beiden übernehmen den Hof, fortan Fischbeck-Hof, gehen von Tür zu Tür in der Münchner Innenstadt und bieten alles Gemüse an, das sie mit ihrem Traktor in die Stadt bringen konnten. Aus der Ehe gehen die beiden Söhne Josef (Junior) und Bruno hervor. Während sich Bruno Fischbeck als Maurer selbständig gemacht hat, ist Josef der Tradition treu geblieben und leitet den Hof bis heute.

Zunächst baut Josef die Gebäude aus. Dann erweitert er die Gemüsevielfalt auf den Feldern. Und anschließend hat er die Idee zum Hofladen. „Damals haben wir unser Gemüse hauptsächlich an regionale Händler oder große Firmen wie Pfanni verkauft und geliefert. Die Menschen hier wollten aber auch bei uns einkaufen. Daher haben wir entschieden, den Hofladen zu gründen“, erinnert sich Josef Fischbeck.

Heute wie damals herrscht reger Betrieb auf den Feldern und dem Hof der Fischbecks. Bei der hohen Arbeitsauslastung bleibt wenig Zeit für Hobbys. Aber selbst die Freizeit geht hier für traditionsreiche Aktivitäten drauf: Volksfeste, Goldacher Burschenverein, Maifeste, Bandltanz und die alten Münchner Wirtshäuser stehen bei freier Zeit auf dem Zettel der Familie. Das zeichnet sie aus! Ein familiengeführter, traditionsreicher Hof in Goldach, der Wert auf kontrollierten Anbau legt.

Öffnungszeiten des Hofladens in der Zenger Str. 16, 85399 Hallbergmoos-Goldach:

Mo, Di: 08:00 – 12:00 Uhr und 13:30 – 18:00 Uhr

Mi: Ruhetag

Do: 08:00 – 12:00 Uhr und 13:30 – 18:00 Uhr

Fr: 08:00 – 18:00 Uhr

Sa: 08:00 – 13:00 Uhr

Bildmaterial © Munich Airport Business Park, Foto Eva Oestereich

Poster © Munich Airport Business Park, picture&more Iris Besemer

Kommentar verfassen Antwort abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%%footer%%