Oh Du Fröhliche: Damit die Business-Weihnachtsfeier keine Bescherung wird

Lange bevor am 24. Dezember das Christkind nach Hause kommt, steht bei vielen der zehntausend Beschäftigten in Hallbergmoos die Betriebsweihnachtsfeier ins Haus. Neben Keksen, Weihnachtsmärkten und Lametta ist das Geschäftsessen anlässlich der Feiertage ein Klassiker und gehört zweifelsohne zum vorweihnachtlichen Trubel dazu. Um den Spagat zwischen einer fröhlichen, lockeren Atmosphäre und der Seriosität, mit der ein Essen mit Geschäftspartnern oder Kollegen einhergeht, geschickt zu meistern, empfiehlt es sich ein paar Knigge-Regeln zu beachten.

1. Das Essen

Wer einlädt, der übernimmt auch die Restaurantwahl. Am besten wählen Sie ein Restaurant aus, das Ihnen bekannt ist. Fragen Sie bei der Reservierung nach einem Tisch, der gut, aber auch abgelegen platziert ist. Ein zu hoher Geräuschpegel steht Gesprächen im Weg. Bei Weihnachtsfeiern werden gerne Speisen mit hohem „Klecker-Potenzial“ wie Suppen oder Bratensaucen serviert. Sollten Sie sich für ein helles Oberteil entschieden haben, ist Vorsicht geboten.

Es heißt nicht ohne Grund „in vino vertitas“. Da jedes Glas Wein ein Fünkchen mehr Wahrheit beinhalten, sollte mit Bedacht getrunken werden. Gefühlsbekundungen, die Besprechung geheimer Unternehmensprojekte, wilde Tanzvorstellungen oder unangebrachte Witze sind bei der Weihnachtsfeier Tabu. Ebenso laute Gesangseinlagen zu „All I Want For Christmas Is You“ oder „Rudolf the Red Nosed Reindeer“.

Tischmanieren sind immer IN. Bei mehreren Gängen wird das Besteck von außen nach innen benutzt; das Getränk, welches als erstes getrunken wird, steht dem Teller am nächsten. Vermeiden Sie hier übermäßiges Gestikulieren, das Reden mit vollem Mund und stibitzen Sie bloß kein Essen von einem fremden Teller.

Absolute No Go’s: hastiges Schlingen, Essgeräusche, zu große Bissen und das Ablegen von Ellbogen und anderen Gegenstände auf dem Tisch.

2. Die Kommunikation

Guter Smalltalk will gelernt sein. Als Themen eignen sich das Wetter, Reisen, Sport und Hobbies. Die Körperhaltung signalisiert außerdem Interesse und Aufmerksamkeit. Die Hände sollten nicht vor der Brust verschränkt oder in die Hosentaschen gesteckt werden. Humor und Schlagfertigkeit kommen meistens gut an, Ihren inneren „Office-Clown“ sollten Sie allerdings zu Hause lassen. Achten Sie auch auf einen angenehmen Gesprächsabstand.

Vermeiden Sie Themen wie Politik, Religion, Geld und private Probleme. Geschlossene Fragen, die nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können führen dazu, dass das Gespräch ins Stocken gerät. Lästern und Angeberei führen nur zu einem schlechten Ruf. Finger weg!

Mit dem „Du“ ist es so eine Sache. Wird es Ihnen im nüchternen Zustand angeboten, können Sie es ohne Bedenken annehmen und auch am nächsten Tag beibehalten. Sollte der Vorgesetzte jedoch schon etwas getrunken haben, dann sollten Sie am Folgetag wieder zum „Sie“ zurückgehen. Falls der Vorgesetzte sein „Du“-Angebot nochmal wiederholt, entschuldigen Sie sich und erklären Sie, Sie müssten sich noch an das „Du“ gewöhnen.

3. Nach der Weihnachtsfeier ist vor der Weihnachtsfeier

Nach einem Abend gemäßigter Ausgelassenheit ist am nächsten Tag wieder „business as usual“ angesagt. Pünktlichkeit ist ein absolutes Muss. Auch ein Katerköpfchen schadet dem Ansehen. Als Präventionsmaßnahme nehmen Sie Kopfschmerztabletten, trinken sie reichlich Wasser und versuchen Sie morgens eine Kleinigkeit zu frühstücken. Auch wenn das Wetter draußen eiskalt ist und das eigene Bett an diesem Wintermorgen verlockend erscheint, sollten Sie sich auf keinen Fall krankmelden.

Der Trost: Den Kollegen geht es vermutlich nicht besser als Ihnen. Überprüfen Sie Ihre Arbeit mehrfach und achten Sie darauf, dass Sie regelmäßig Lüften. Die kalte Luft hilft hervorragend gegen den Brummschädel.

Bildmaterial © Pixabay

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