Open Space? Open Mind!

Rund 43 Stunden verbringt jeder Deutsche pro Woche im Büro – und das nicht alleine: Denn die Mehrheit der Deutschen teilt sich das Büro mit einem oder mehreren Kollegen. Büro-Experten wie Andreas Röhrl und sein Team von Büro Idee GmbH sorgen dafür, dass Arbeitnehmer trotz anwesender Kollegen entspannt, kreativ und vor allem effizient arbeiten können. Im Interview verrät Andreas Röhrl, dass Großraumbüros längst nicht mehr so ein Grauen sind, wie ihr Ruf ihnen vorauseilt und wie die Einrichtung Einfluss auf die Stimmung im Kollegium hat.

Mitarbeiter sollen sich im Büro wie zuhause fühlen

Frisch von der OrgaTec, einer Messe für neue Arbeitskultur, haben Röhrl und sein Team viel Inspiration und Wissen über die neuesten Trends in der Büroausstattung mitgenommen. „Wohlfühlbüros sind aktuell sehr im Kommen. Es ist eindeutig zu erkennen, dass Unternehmen auch in Sachen Büroausstattung ihren Mitarbeitern etwas bieten müssen. Die Einrichtung und Gestaltung eines Büros trägt stark zu einer guten Arbeitsatmosphäre bei, das erhöht Kreativität und Leistungsbereitschaft“, sagt Röhrl. Rückzugsräume wie Loungebereiche oder Konferenzräume bieten Angestellten zusätzlich die Chance auf eine Verschnaufpause: „Unter der Woche verbringen Mitarbeiter mehr Zeit auf der Arbeit als Zuhause, da müssen Orte geschaffen werden, an denen sie sich zurückziehen und mal kurz vom Bürotrubel abschalten können.

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Open-Space-Büros schaffen Dynamik im Arbeitsalltag

Open-Space-Büros, also Großraumbüros, die flexibles und agiles Arbeiten mit täglichem Perspektivenwechsel ermöglichen, sieht Röhrl momentan als größten Trend. Aktuellen Studien zufolge arbeiten bereits ein Drittel der Angestellten in Deutschland in Großraum- oder Mehrpersonenbüros. „Wobei ich das Wort Großraumbüro schwierig finde, da denkt jeder gleich an Legebatterie“, sagt Röhrl. Dabei haben die modernen Open-Space-Büros mit den Großraumbüros der Vergangenheit wenig zu tun. Freie Platzwahl im Büro, Working Stations, direkte Kommunikation und private Telefonzellen ermöglichen ungestörtes Arbeiten trotz anwesender Kollegen. „Akustik ist ein großes Thema in Open-Space-Büros. Aber da gibt es Mittel wie Telefonzellen oder Akustikdämmmaterialien mit denen sich der Geräuschpegel dämpfen lässt.“ Als ein großes Plus der Open Space sieht Röhrl die erforderliche Ordentlichkeit der Mitarbeiter. Da es insbesondere bei dem in Großraumbüros immer öfter angewandtem Desk-Sharing keine festen Arbeitsplätze gibt, muss jeder Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz schön aufgeräumt verlassen. „Nichts darf liegen bleiben, sonst herrscht das Chaos. Jeder Mitarbeiter hat ein eigenes Schließfach und kann dort ganz einfach seine Gegenstände verstauen.“

Hallbergmoos als Silicon Valley der Büroausstattung

Sechs Hersteller-Showrooms, verteilt über den ganzen Munich Airport Business Park, nutzt Röhrl zusammen mit seinen beiden Söhnen Michael und Maximilian, sowie weiteren drei Mitarbeitern. „Im Grunde ist Hallbergmoos ein kleines Silicon Valley in der Büroausstattung“, sagt Röhrl mit Stolz. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt das Team von Büro Idee GmbH umfassende Ausstattungs-Konzepte. Mindestens ein Besprechungstermin findet vor Ort in einem der Showrooms statt. „Wir haben hier in Hallbergmoos das Glück, dass wir den Kunden direkt unsere Showrooms zeigen können. Dort können sie sehen, was in der Ausstattung möglich ist und wie man die Corporate Identity in das Konzept integrieren kann.“

Großraumbüros dürfen kein Kulturschock werden

Dass Unternehmen modernen Büroausstattungen nicht abgeneigt sind, lässt sich auch aus aktuellen Zahlen ablesen. In einer Studie der Universität Freiburg gaben 15 von 17 Unternehmen an, bei Büroumbauten in Zukunft gerne in eine Open-Space-Bürolösung zu investieren. Bürogestaltung ist für Experte Röhrl allerdings mehr als Oberflächenkosmetik. Einfach neues Mobiliar vorbereiten und einbauen, das geht nicht: „An den Umgang mit dem neuen Gestaltungskonzept müssen sich die Mitarbeiter erst einmal gewöhnen. Da ist es wichtig, dass der Kunde uns genau sagt, dieses oder jenes ist machbar.“ Timo Brehme, Geschäftsführer des deutschlandweiten Architektur-Beratungsunternehmens CSMM stimmt zu: „Vorteile beiseite: Für einige Mitarbeiter kommt der Umzug in ein Großraumbüro einem Kulturschock gleich. Um das zu verhindern, muss die Kommunikation zwischen Entscheidungsträgern und Entscheidungstragenden stimmen.“

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Bildmaterial © Unsplash

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