Regionales Obst und Gemüse aus Hallbergmoos: Die Hallbergmooser Landwirte versorgen München und Umgebung mit Lebensmitteln aus der Region

Beck-Hof: Ein harmonisches Familienunternehmen für regionales Obst und Gemüse

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Keine zehn Jahre ist Andi Hausler alt. Und doch hat er auf dem sieben Hektar großen Gemüsehof seiner Eltern Sebastian und Steffi einen eigenen Anpflanz-Bereich. Auf rund 150 Quadratmetern baut er Kürbisse und Zucchini an und kümmert sich von der Aussaat bis zur Ernte selbst um alles. Im letzten Jahr konnte er bereits einen Kürbis mit stolzen 141 Kilogramm ernten. Um die Weiterführung des Beck-Hofes in dann vierter Generation müssen sich seine Eltern sicher keine Sorgen machen. Und auch unsere Leser müssen sich in Zukunft nicht sorgen. Denn Andi, so die Hoffnung, wird genau wie seine Eltern regionales Obst und Gemüse für die Haushalte und Gaststätten in Hallbergmoos und der Region München bereitstellen.

Drei Generationen für regionales Obst und Gemüse: Ludwig und Anne Beck, Steffi und Sebastian Hausler mit ihren Kindern Vroni und Andi.

Drei Generationen Obst- und Gemüsezucht für regionales Obst und Gemüse

Seinen Ursprung hat der familiär betriebene Gemüsehof in München, wo Großvater Josef als Händler tätig war, bevor er sich mit seiner Frau Cäcilie eine Hofstelle mit Ackerland an der Hallbergmooser Theresienstraße gekauft hat. Sogar Schweine und Kühe haben die beiden damals gehalten. Für den Verkauf allerdings zog es den Hausierer regelmäßig nach München. Dort wurden Kartoffeln, Karotten und Kraut feilgeboten.

Ab 1950 hat man sich nur noch auf ein breit gefächertes Gemüseangebot konzentriert. Und ein neues Hofgebäude im Weidenweg bezogen. Hier hat mittlerweile Josefs Enkel-Generation die Zügel übernommen. Seit ihrer Hochzeit sind Sebastian und Steffi Hausler die Betreiber des Beck-Anwesens. Dieses haben sie 2008 von Steffis Eltern Ludwig und Anne Beck übernommen.

Ludwig und Anne haben sich 1975 das Ja-Wort gegeben und bewirtschaften den Hof noch heute gemeinsam mit Tochter Steffi und ihrem Mann. „Ich habe immer mitgeholfen im elterlichen Betrieb und es hat mir Spaß gemacht. Als meine Eltern die Frage gestellt haben, ob Sebastian und ich den Hof übernehmen möchten, musste ich nicht lange überlegen. Mein Mann hat den Beruf ja von der Pike auf gelernt. Und ich wusste, dass ich da reinwachsen kann“, erinnert sich die gelernte Kindergärtnerin Steffi Hausler an die gemeinsamen Anfänge als Gemüsebauern. Das Ziel: Regionales Obst und Gemüse für Hallbergmoos und den Raum München.

Morgenstund‘ hat Buschbohnen im Mund

Nach der Übernahme haben sie weitere Produkte in ihr Hof-Angebot aufgenommen: Kartoffeln, Karotten, Kürbisse, Gurken, Rucola und Wassermelonen. Aber es gibt auch diverse Kräutersorten, die saisonal angebaut und geerntet werden.

Fünf Mal im Jahr werden außerdem Buschbohnen auf dem Beck-Hof gezogen und von Hand geerntet. Eine Tradition, die man seit Großvaters Zeiten beibehalten hat und als einziger Hof in Hallbergmoos immer noch fortführt. „Buschbohnen sind wieder sehr gefragt auf dem Speisezettel. Sie enthalten viele Mineralstoffe, Vitamine sowie Ballaststoffe. Zudem haben sie eine cholesterin- und blutzuckersenkende Wirkung und sind eine gute Eiweißquelle für Vegetarier“, weiß Steffi Hausler.

Arbeit die Spaß macht: Stefanie Hausler bei der Arbeit im Gewächshaus.

Ebenfalls fortgeführt werden die Münchner Verkaufsstände. Diese unterhält die Familie seit 1973 auf den Märkten in Kleinhadern und Moosach. Inklusive einer Stammkundschaft, die seit Jahrzehnten auf das frische Gemüse vom Beck-Hof schwört. Für Steffi Hausler bringt das zusätzliche Herausforderungen mit sich: Haushalt, Büroarbeit, Hofverkauf und die Erziehung der beiden Kinder Andi und Vroni. „Zwei Mal in der Woche beginnt der Tag bereits um vier Uhr. Dann geht es zur Großmarkthalle in München. Bei den beiden Wochenmärkten in Kleinhadern und Moosach müssen wir aber ebenfalls sehr früh aufbauen“, sagt Steffi Hausler.

Ein Bund Radieserl

Zu den Aufgaben der Landwirte gehört die Pflanzenanzucht im kleinsten von drei Foliengewächshäusern. Hinzu kommt die abwechselnde Ernte von Mini-Schlangengurken, Rucola und Radieschen in den anderen beiden Gewächshäusern sowie die Arbeit auf dem Feld. Mehrere Bulldogs unterstützen Familie Hausler maschinell. Zwei davon noch aus den Anfängen von Steffis Vater Ludwig. Mit Baujahren zwischen 1968 und 1972 gehen die beiden Renaults als echte Oldtimer durch.

Die zwei Renault-Oldtimer helfen Familie Beck bei Aussaat, Ernte und sonstigen anfallenden Arbeiten.

Und die Jüngsten aus der Gemüsebauern-Familie? Die dürfen nicht nur Riesenkürbisse züchten und von einer Zukunft im elterlichen Betrieb träumen, wie Andi. Sondern auch darauf vertrauen, dass Steffi Hausler und ihr Mann Sebastian immer Zeit für sie finden. Insbesondere dann, wenn es im Winter in den gemeinsamen Urlaub geht. Mit dem Ausklingen der Pandemie geht es auch für Steffi endlich auch wieder zum Kraft tanken beim Wellness mit Freundinnen. Während Sebastian beim lang vermissten Stammtisch im Augustiner glücklich wird. „Radieserl-Wasti“ nennt man ihn hier: Weil er bei jedem seiner Besuche immer ein paar selbst gezogene Bund Radieserl mit sich führt.

Auch die Kleinsten auf dem Beck-Hof sind mit viel Ehrgeiz dabei. So bleibt die Zukunft für regionales Obst und Gemüse aus Hallbergmoos gesichert.

Bildmaterial © Beate Bodenschatz

Poster © Munich Airport Business Park

Mehr zum Thema Landwirtschaft, Gemüse und anderen Lebensmittelerzeugnissen aus Hallbergmoos finden Sie unter dem Reiter Living in Regionalität & Landwirtschaft.

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