Der Hausler-Hof: Blauer Kartoffelsalat, Indianerfestival und Gemüse-Lieferservice aus Hallbergmoos

Der gesamte Landkreis kennt ihn: den Hausler-Hof. Die vielen Events, der freitägliche Mittagstisch, der Hofverkauf sowie das vielfältige, bunte Angebot an Obst und Gemüse, zeichnen Josef Hausler und den Hausler-Hof aus. Der 31 Jahre junge gelernte Koch ist hier der Chef. Unterstützt wird er durch seine Mutter Maria und seine Freundin Cornelia sowie ein tolles und engagiertes Team.

Zum Angebot von Hausler gehören unter anderem Kartoffeln, Karotten, Gurken, Kohlrabi, Zucchini, Artischocken, Sellerie, Lauch und Fenchel. Jeden Freitag, von 9:30 bis 14.30 Uhr kann man hier saisonales, frisches Obst und Gemüse kaufen. Für vielbeschäftigte Kunden hat der junge Landwirt einen Bestell- und Lieferservice eingerichtet. „Unsere Kunden schätzen den Bestell- und Lieferservice sehr. Viele Menschen haben zwischen Arbeit und Alltag nicht die Möglichkeit, in Ruhe einzukaufen. Wenn man dann noch im Supermarkt steht und frisches Obst und Gemüse heraussuchen soll, gerät man schnell unter Zeitdruck. Diesen Part übernehmen wir für unsere Kunden“, erklärt der Jungbauer stolz.

Tatkräftige Unterstützung durch Mutter und Freundin: Am Hausler-Hof packt jeder an.

Koriander und die blaue Kartoffel: exotisches und buntes Gemüse aus Hallbergmoos

Josef Hausler hat sich im Leben eines vorgenommen: immer wieder Neues auszuprobieren. Nach einem Asien-Urlaub ist der Landwirt so auf die Idee gekommen, Koriander anzubauen: „Die Nachfrage der Kunden war bereits da. Da habe ich mir ein Herz gefasst und den Koriander angebaut, zusätzlich zu unseren bestehenden Kräutern.“ Das Kräuterrepertoire des Landwirts kann sich sehen lassen: Neben Koriander bietet Hausler Pfefferminze, Salbei, Rosmarin, Petersilie und Schnittlauch an. Kurzum: Alles, was man in der Küche braucht.

Beim Hausler-Hof können Kunden die Kräuter auch in Töpfen kaufen und selbst halten.

Derzeit probiert der erkundungsfreudige Jungbauer eine neue Kartoffelsorte aus: die blaue St. Galler. Sie ist vorwiegend festkochend und zeichnet sich auch nach dem Kochen durch ihre typische blau-violette Farbe aus. Der bunte Augenschmaus eignet sich besonders gut für Kartoffelsalat, Püree und Pommes – wenn da mal nicht jedes Kind Lust auf Gemüse bekommt…

Ein schöner Kontrast zur normalen Kartoffel: die blau-violette St. Galler.

80 Sorten Kürbis und viel Handarbeit

Halloween naht. Nichts ist so typisch für diese Zeit wie der Kürbis. Diese erhält man auch im bei Hausler. Insgesamt 80 Sorten führt der Jungbauer im Sortiment! Darunter auch bekannte wie Hokkaido, Muskat, Butternut, Napoli, Sweet Mama, Lakota oder Blue Kuri. Die Kürbiskerne werden per Hand in kleinen Töpfen angepflanzt und großgezogen, bevor sie anschließend auf den Acker gebracht werden, um heranzuwachsen. „Unser vielfältiges Kürbisangebot hat sich bewährt. Zudem ist das Interesse zu dieser Jahreszeit besonders groß. Wir freuen uns, unseren großen wie auch unseren kleinen Kunden damit eine Freude machen zu können“, sagt der junge Landwirt mit Blick auf das vielseitig einsetzbare Gemüse. Die Münchener Interessenten können die Kürbisgewächse auch auf dem Bauernmarkt in Schwabing erwerben.

Unterschiedliche Arten, Formen und Größen: Über die Kürbisse des Hausler-Hofes freuen sich Groß und Klein.

Handarbeit fällt indes nicht nur beim Kürbis an. 18 Hektar Land muss Josef Hausler beackern und pflegen – viel zu tun. Ein Glück für den jungen Landwirt, dass Mutter Maria sowie Freundin Cornelia mithelfen. „Cornelia übernimmt unsere Büroarbeit. Sie hat hier als Aushilfskraft reinschnuppern wollen und dabei haben wir uns näher kennengelernt“, schmunzelt der Jungbauer. Neben der Büroarbeit ist Cornelia außerdem zuständig für die Erstellung der hauseigenen Fruchtaufstriche und Pestos. „Unsere Pestos und Fruchtaufstriche sind äußerst lecker und sehr beliebt bei unseren Kunden – sowie auch bei mir“, freut sich der gelernte Koch.

Ohne die personelle Hilfe seines Teams wäre die viele Arbeit nicht zu bewältigen. Gleiches gilt auch für die Maschinen. Mehrere Traktoren stehen dem jungen Landwirt für die Feldarbeit zur Verfügung – der älteste ist ein Fendt. Der Arbeitsliebling von Josef Hausler aber ist ein Eicher 3125 E mit satten 125 PS. „Ohne die maschinelle Hilfe könnten wir die Feldarbeit nicht bewerkstelligen. Je nach Saison beträgt unser Arbeitstag täglich bis zu zwölf Stunden“, erklärt der Landwirt.

Familienunternehmen mit langer Tradition: vom Gschwendter- zum Hausler-Hof

Bis zu zwölf Stunden Arbeit täglich – das war schon zu Zeiten von Großvater Johann Gschwendtner üblich. 1959 hat dieser den Grund von der Erbengemeinschaft Selmayr vom Schlossgut Erching erworben. Nachdem der alte Hof in Ismaning abgebrannt war, musste ein neuer her. 1960 ist die Familie mit dem einzigen Kind Maria in das neu errichtete Gebäude gezogen. „Das Gebäude und auch den Stall hat mein Vater mit den neuesten technischen Errungenschaften ausgestattet. Im Gegensatz zu heute stand damals aber die Viehhaltung im Fokus. Was wir auf dem Acker angebaut haben, hat lediglich dem Ziel der Subsistenzwirtschaft gedient“, erinnert sich Maria Hausler.

Die geborene Gschwendtner hat 1975 den aus der Holledau stammenden Sebastian Hausler geheiratet. Sie haben sich auf einer Hochzeit von Freunden in Hallbergmoos kennen- und anschließend lieben gelernt. Ab 1984 haben die beiden den Hof übernommen – der Hausler-Hof war geboren.

Der Hausler-Hof im Jahr 1970: Ausgestattet mit moderner Technik und einem riesigen Stall.

Diesen hat Josef später übernommen, nachdem der ältere Bruder Sebastian in einen landwirtschaftlichen Betrieb eingeheiratet hat. Nach seiner Lehre zum Koch im Münchener Traditionshaus „Nockherberg“ ist Josef Hausler zum elterlichen Hof zurückgekehrt. Der Hofablauf und die Bewirtschaftung waren ihm nicht fremd.

Mittagstisch, Indianer und Trapper Festival am Hausler-Hof

Seine Kochkünste stellt Josef Hausler gerne beim Mittagstisch unter Beweis. Jeden Freitag findet dieser bis 14:00 Uhr auf dem Hausler-Hof statt. Immer dann empfängt der Jungbauer seine Gäste mit traditionell bayerischen Speisen aber auch internationaler Küche. „Ganz gleich, ob es der Schweinebraten, ungarisches Gulasch oder Cevapcici sein darf: unsere Kunden schätzen den Mittagstisch sehr“, freut sich Josef Hausler über die viele Kundschaft, die nach den Corona-Lockdowns wieder im Hausler-Hof einkehren darf. „Es bereitet mir eine Freude, wenn ich kochen und meine eigens angebauten Gemüsesorten verwerten kann“, ergänzt der Landwirt, der seinen Kartoffelsalat jetzt auch mit der blauen Kartoffel anbietet.

Aber auch die Feste des Hofes sind legendär! Ob das Winter-Bulldog-Treffen oder das größte europäische Indianer- und Trapperfestival: auf dem Hausler-Hof ist immer was los. Und wenn was los ist, kommen Gäste aus ganz Europa und sogar aus Amerika nach Hallbergmoos.

Bildmaterial © Munich Airport Business Park, Foto Eva Oestereich

Poster © Munich Airport Business Park, picture&more Iris Besemer

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