Die Arbeitswelt der Zukunft: Der Munich Airport Business Park hebt digital ab

Eine Millionenstadt mit Erfindergeist: München hat sich in der jüngsten Vergangenheit zu einer festen Größe im Wettbewerb um Innovation gemausert. Im Zeitalter von Digitalisierung und Co. steht die Landeshauptstadt des Freistaates längst für technischen Fortschritt und zukunftsweisende Trends. Ob mit einem solarbetriebenen Elektrohybrid in die Arbeit, senkrecht startenden Flugtaxis zu Geschäftsterminen oder sich mit knapp 500 Kilometer in einer Reisekapsel zu anderen Orten schießen lassen – an diesen Zukunftszenarien arbeiten Unternehmen aus der Landeshauptstadt. Mit Laptop und Lederhosen ist Realität. Auch Firmen am Munich Airport Business Park machen vor, wie die fortschreitende Transformation die Welt noch digitaler – und damit auch schöner, sicherer und einfacher – machen kann.

„Es ist die lautloseste Revolution, die es je gegeben hat. Und es ist die schnellste“, sagt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder im Rahmen des Digital-Gipfels in Nürnberg. Wer den Anschluss einmal verliert, der sieht sich im Nachhinein mit hohen Investitionskosten und fehlendem Know-how konfrontiert. Dabei sind es nicht immer die großen medienwirksamen Innovationen, wie der SION oder Hyperloop, die auf den Tech-Konferenzen zum Aushängeschild für jeglichen technischen Fortschritt gemacht werden sollten. Digitalisierung ist mehr als das. Es sind die kleinen Dinge, von Assistenzsystemen im Smart Home bis hin zu vernetzten und autonomen KIs in Unternehmen, die die Menschen unterstützen und die Gesellschaft nach und nach verändern.

Viele der am Munich Airport Business Park angesiedelten Betriebe nehmen in puncto Digitalisierung eine Pionierstellung ein. So setzt der Kosmetikkonzern AVON neben der digitalen Steuerung eines Großteils der Geschäftsprozesse auf professionelle Datenanalysen und Algorithmen, um in Vertrieb und Produktion besser auf die Konsumentenwünsche eingehen zu können. Der baden-württembergische Software-Hersteller SAP führte bereits vor mehr als einem Jahr digitale Transformationsprozesse im Personalmanagement ein, mit dem Ziel, Mitarbeiter zufriedener, motivierter und qualifizierter zu machen. Oder das Unternehmen beteiligt sich ganz nebenbei an einem Startup, das anderen Unternehmen dabei hilft, automatisiert Regressforderungen aus Flugausfällen und Verspätungen zu realisieren – auf Grundlage von Smart-Data. Weitere Beispiele aus der Flughafengemeinde: KOS Energie etabliert einen vollkommen automatisierten Energiehandel, um die Energiewende gewinnbringend voranzutreiben und AEE entwickelt mit Drohnen eine Technologie, die von der Postzusendung bis zum Lebensmittelhandel verschiedenste Branchen in Zukunft revolutionieren kann.

Nur auf Basis von Daten, die zunächst einmal gesammelt, ausgelesen und entsprechend verarbeitet werden müssen, schreitet die Digitalisierung in all ihren Facetten voran. Sie sind der Treibstoff, der die Entwicklung von Innovationen antreibt. Ein Rohstoff, den es zu verstehen, zu produzieren und zu vermarkten gilt. Aus diesem Grund verändern sich auch die Anforderungen an geschulte Fachkräfte. Immer häufiger stehen sogenannte E-Skills im Vordergrund. „E-Skills sind Fähigkeiten, die Menschen erlernen, wenn sie Technik nutzen. Beispiel: Auto-Navigation“, sagt Björn Tonn vom Hallbergmooser Unternehmen Digital Mashup. Zusammen mit seinem Team kümmert er sich darum, dass Unternehmen den digitalen Anschluss nicht verpassen und somit wettbewerbsfähig bleiben. Es brauche digitale Kompetenz, denn jeder wird früher oder später mit IT konfrontiert.

Bildmaterial © Unsplash

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