Glänzend, klein, unscheinbar: Ein Stück digitale Revolution kommt aus Hallbergmoos

Sind lernfähige Maschinen bald schlauer als der Mensch? Werden Angestellte dadurch ersetzbar? Und wie lange dauert es noch bis Roboter die Herrschaft übernehmen? Fest steht: Künstliche Intelligenz wird die Zukunft verändern. Schon heute existieren KIs, wie Googles „AlphaZero“, die binnen 24 Stunden übermenschliche Fähigkeiten in Brettspielen erreichen. Insgesamt schätzt die Bank of America das Marktvolumen für Roboter bis 2025 auf rund 67 Milliarden US-Dollar, zuzüglich jährlich miteinhergehender Effizienzgewinne von bis zu 33 Billionen US-Dollar. Langfristig soll die neue Technologie zu einer höheren Arbeitsproduktivität und damit zu höheren Reallöhnen der Beschäftigten führen. Die Zuken GmbH in Hallbergmoos treibt als ein Unternehmen weltweit die vierte Revolution der Technik gewinnbringend voran. Stichwort: Industrie 4.0.

Um eine „Robokratie“, wie sie Thomas Wagner in seinem Buch beschreibt, zu verhindern und die reale mit der virtuellen Welt optimal zu verknüpfen, bedarf es einer Menge an technischem Know-how. Das japanische Unternehmen, mit europäischem Firmensitz am Munich Airport Business Park (MABP) zählt dabei zu den Pionieren des Leiterplattendesigns – der Grundlage jeglicher elektronischer und elektrotechnischer Innovation. Mit dem Ziel die Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten sowie Abläufe vollständig zu digitalisieren, bedient Zuken internationale Kunden aus vielen Bereichen der produzierenden Industrie. Laut Klaus Weidemann, Marketing Manager Europe, wären moderne und bezahlbare elektronische Geräte, wie Smartphones oder Tablets, ansonsten gar nicht mehr denkbar.

Dabei wird der Mensch allerdings nicht als Auslaufmodell im Produktionsprozess gesehen. In der Industrie 4.0 soll dieser lediglich entlastet und unterstützt werden. Menschen, Maschinen und Logistik vernetzen sich miteinander und kommunizieren, um Arbeitsabläufe zu beschleunigen und zu präzisieren. Ob für Anlagenbau, Medizintechnik, Energieversorgung oder die Automobil- und Luftfahrtindustrie – über 50 Mitarbeiter der Zuken GmbH tüfteln am MABP in Hallbergmoos jeden Tag an leistungssteigernden Werkzeugen für die Fertigung und tragen dazu bei, dass Mensch und Maschine in Zukunft als Partner kooperieren.

Seit der Firmengründung 1976 in Yokohama beschäftigt Zuken heute weltweit um die 1.200 Mitarbeiter an mehr als 30 Standorten. Namenhafte Kunden wie Microsoft, Siemens oder Panasonic sehen in der Zuken GmbH einen zuverlässigen Partner. So erzielten die Entwickler im Jahr 2017 einen Jahresumsatz von 169 Millionen Euro.

Bildmaterial © Gemeinde Hallbergmoos

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